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Der zulässige Sauerstoffgehalt (O₂) im SF6-Gas für den Einsatz in Leistungsschaltern oder gasisolierten Schaltanlagen (GIS) wird durch internationale Normen streng geregelt, um die dielektrische Leistungsfähigkeit, die Langlebigkeit der Geräte und die Sicherheit des Personals zu gewährleisten.
„Spezifikationen für Wiederverwendung von SF6-Gas und alternative Gase“
| Parameter | Maximal zulässige Grenze |
|---|---|
| Gesamtluft (N₂ + O₂) | ≤ 0,2 % (2.000 ppm) |
| Sauerstoff (O₂) | ≈ ≤ 420 ppm (geschätzt) |
| SF6-Reinheit | ≥ 99,8 % (Minimum für wiederverwendetes Gas) |
🔍 Hinweis: Einige Originalgerätehersteller (OEMs) – wie Siemens, Hitachi Energy und GE – legen strengere interne Grenzwerte fest und fordern häufig einen O₂-Wert von < 200–300 ppm für Neuinstallationen oder nach Wartungsarbeiten.
Schon geringe Mengen Sauerstoff können:
⚠️ Wichtiger Hinweis: Standardmäßige SF6-Reinheitsanalysatoren, die NDIR-Technologie (nichtdispersive Infrarotspektroskopie) verwenden, können Sauerstoff nicht nachweisen, da O₂ IR-inaktiv ist.
Um O₂ zuverlässig zu messen, benötigen Sie ein SF6-Gasanalysator Ausgestattet mit einem elektrochemischen (galvanischen) Sauerstoffsensor oder einem paramagnetischen Sensor. Diese liefern direkte, quantitative O₂-Messwerte – keine Schätzungen basierend auf „100 % SF6-Reinheit“.
📌 Fazit: Während ≤ 420 ppm O₂ der allgemeine IEC-basierte Grenzwert ist, sollte in kritischen Anwendungen ein Wert von < 200 ppm angestrebt werden, um maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
Durch die Einhaltung dieser Grenzwerte und den Einsatz geeigneter Analysemethoden schützen die Bediener sowohl die Integrität der Anlagen als auch die menschliche Gesundheit.